Rückblick Online-Tag der Nachhaltigkeit und Sustainable Development Award 2020

Begrüßung und Moderation: Monika Vyslouzil (Kollegiumsleiterin)

Workshop: Nachhaltigkeit in der Lehre als Thema und Mindset

Christian F. Freisleben ging in seinem interaktiven Workshop auf die Wichtigkeit von Nachhaltigkeit in der Lehre ein, indem er zuerst theoretisches Wissen und interaktive Elemente verband. Es ging um die Reflexion von Kompetenzen im Zusammenhang mit Nachhaltigkeit, die sie in den letzten Wochen gewannen und welche Fähigkeiten sie dadurch erworben haben. Die Teilnehmer*innen reflektierten, dass sie vor allem Kompetenzen wie Empathie, vernetztes Denken und ein „über den Tellerrand Hinausblicken“ erlangt haben. Freisleben stellte nach diesem interaktiven Element folgende Schlussfolgerung: „Hochschule darf nicht nur heißen, dass Studierende für die Wirtschaft ausgebildet werden, sondern, dass sie auch lernen, ihre bestmögliche Rolle in der Gesellschaft als Handelnde Person zu finden.“ Die Frage wie das zu erreichen ist, ist eine, mit der es sich ständig und wiederkehrend auseinanderzusetzen gilt.

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1. Terminslot: Nachhaltigkeit und Kommunikation

Roswitha Reisinger, Geschäftsführerin des  Lebensart Verlags St. Pölten, führte die Veranstaltung anschließend mit ihrem Vortrag „Klimawandel und Nachhaltigkeit – Unser Beitrag für eine gute Zukunft“ fort. Sie sprach über generelle Aspekte des Klimawandels und zeigte auf, wie die globale Aufmerksamkeit der Klimakrise von der aktuellen Corona-Krise beeinflusst wird.

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Michael Litschka fokussierte auf „Klimawandel und Kommunikation“ und sprach vor allem über die viel diskutierte CO2-Steuer. Außerdem erklärte er, weshalb manche Themen, so sehr sie auch von Wissenschaftler*innen als richtig und wichtig dargestellt werden, dennoch von den Medien heruntergespielt oder gar nicht publik gemacht werden. Danach startete eine Diskussionsrunde mit Fragen von Zuseher*innen an die Vortragenden. Mehr zum Thema Klimawandel und dessen globale Auswirkungen und wie Medien damit umgehen.

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2. Terminslot: Nachhaltigkeit und Klimawandel

Herbert Formayer, Klimaforscher und -experte an der Universität für Bodenkultur Wien und Mitglied von UniNEtZ, wies in der zweiten Vortragsreihe auf den Klimawandel in Niederösterreich hin und die Vernetzung mit globalen Effekten. Er zeigte anhand von Statistiken und Grafiken, warum es für Österreich notwendig ist, das Klimaziel einer Erhöhung von maximal 2 Grad Celsius einzuhalten bzw. nach Möglichkeit wie im Paris Agreement festgehalten von 1,5 Grad Celsius. Geschieht dies nicht, könnte der Klimawandel zum Selbstläufer werden und fatale Folgen haben. Als nächstes sprach Herr Formayer explizit die Probleme und Auswirkungen des Klimawandels in Österreich an. Dabei erwähnte er das Fichtensterben, das Austrocknen von nahrhaftem Boden und die Problemlage der Überschwemmungen. Er stellte einen Bezug zwischen verschiedenen Wetterlagen und dem Klimawandel her und erläuterte welche wichtigen Maßnahmen es geben müsste und wie man diese in Zukunft einhalten kann. H. Formayer beendete seinen Vortrag mit der Notwendigkeit und Wichtigkeit, das momentan laufende Klimavolksbegehrens: https://klimavolksbegehren.at/ zu unterzeichnen:
Die Eintragungswoche ist vom 22. bis 29. Juni 2020.

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Präsentation: Niederösterreich im Kontext des globalen Klimawandels mit seinen Folgen

3. Terminslot: Agenda 2030, Interdependenzen und soziale Ungleichheiten in Österreich

Karin Fischer (JKU) und Katharina Kreissl, ebenfalls Mitglieder von UniNEtZ, stellten die SDGs in den Mittelpunkt ihres Vortrag, diesmal mit Hauptaugenmerk auf SDG 10 „Reduced Inequalities“ – insbesondere in Österreich und die wechselseitigen Abhängigkeiten (Interdependenzen) untereinander. Zunächst startete jedoch Karin Kuranda, Fachreferentin für Entwicklungspolitik der AG Globale Verantwortung, mit einem Überblick zur Agenda 2030 und den darin enthaltenen SDGs. Sie erklärte den wichtigsten Leitsatz „Leave no one behind“, der globalen Agenda 2030, die 2015 von der UN verabschiedet und von ihren 192 Mitgliedsstaaten unterzeichnet wurde und ging auf die 17 SDGs ein und die Aufgaben und Ziele von SDG Watch in Österreich. Abschlussfrage ihres Vortrages an die Zuseher*innen war, ob sie schon einmal überlegt haben, persönlich etwas zur Umsetzung der Agenda 2030 beizutragen.

Details zum Nachschauen und -hören:

Fischer und Kreissl setzten fort mit dem Schwerpunkt der sozialen Ungerechtigkeit global und in Österreich. Sie gaben einen Einblick über die Verknüpfung der SDGs mit Covid-19 und gingen auf das Projekt UniNEtZ mit Fokus auf SDG 10 ein. In Bezug auf SDG 10 „Soziale Ungleichheit“ zeigten sie internationale und nationale Handlungsfelder auf.

Vortrag und die anschließende Diskussion zum Nachhören:

Präsentation: Agenda 2030, Interdependenzen und soziale Ungleichheiten in Österreich

Preisverleihung „Sustainable Development Award der FH St. Pölten 2020“

Im Anschluss wurde der erste Sustainable Development Award der FH St. Pölten von Kollegiumsleiterin Monika Vyslouzil gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Fördervereins Josef Bruckschlögl vergeben. Der Preis wurde für Projekt- oder Forschungsarbeiten bzw. Konzepte im Rahmen eines Studiums an der FH St. Pölten im Zusammenhang mit Nachhaltiger Entwicklung vergeben. Eine internationale Jury aus 5 Mitgliedern hat am 28.05.2020 die Gewinner*innen gewählt.

Dabei wurden Gewinner*innen in 5 Kategorien gekürt. Die 5 Gewinnerprojekte haben jeweils innerhalb von 3 Minuten ihre Projekte vorgestellt:
– SDGs
– Nachhaltigkeit und Ökonomie
– Nachhaltigkeit und Soziales
– Nachhaltigkeit und Mobilität im ländlichen Raum
– Digitalisierung und Nachhaltigkeit

Die Preisverleihung steht ebenfalls online zur Verfügung:

Gewinner*innen und Organisator*innen des Sustainable Development Awards

Die Gewinner*innen und zwei Jurymitglieder, nämlich Josef Bruckschlögel (Vorsitzender des Fördervereins , CEO, kwak Telecom Ltd) und Petra Moltan-Hill (Nottingham Trent University; Head NTU Green Academy, Professor of Sustainable Management and Education for Sustainable Development) kommen in der Radiosendung „Campus Talk: Sustainable Development Award“ (= zum Nachhören) zu Wort.

Thomas Stütz (Studierender des Bachelorstudiengangs Bahntechnologie und Mobilität): „Verkehrskonzepte für den ländlichen Raum“

Lukas Zeiler (Digital Media Production): „Redesign Schallabsorber“

Mirjam Thonhauser, Cristina Gheorge, Julia Kopf, Mirjam Thonhauser, Tamás Walcz, Kristina Zulus (Soziale Arbeit):  „Der ´ideale´ Sozialmarkt – Perspektiven und Alternativen“

Annika Schweighofer, Felix de Montis, Barbara Ehrenhöfer, Johannes Gerstbauer, Jan Kollars (Bachelorstudium Medientechnik): „Angehörigendialog 2.0 – Digitalisierung des Angehörigendialogs“

Armin Kirchknopf (Studierender im Masterstudium Interactive Technologies): „AI vs Foodwaste – Ressourcenverschwendung datenbasiert stoppen“

Workshop: Radfahren und Radwege in St. Pölten und Umgebung

Zum Abschluss des Tages folgte der Workshop von Franziska Hinteregger, einer Studentin der FH St.Pölten im Studiengang Digital Design und Mitglied der Radlobby St.Pölten gemeinsam mit der Radlobby St. Pölten und der Initiative Klimahauptstadt 2024 St. Pölten. Im Workshop gab F. Hinteregger einen Einblick in die Welt des Radverkehrs und zeigte auf, wie man St.Pölten radfreundlicher machen könnte und welche Ansätze bereits bestehen. Dabei ging es unter anderem um das Platzverhältnis von Auto zu Fahrrad, Sicherheit im Verkehr und höhere Lebensqualität.


Die Radlobby setzt sich für die Verbesserung des Verkehrs in St. Pölten ein und lud zum Verkehrswendetag am 19.06.2020 ein und zum Radlstammtisch, der im Anschluss an den Workshop stattfand.

Die KLIMAHAUPTSTADT 2024 St. Pölten – ist ein Initiativnetzwerk und behandelt unterschiedliche Bereiche zum Thema und hat mit diesem Workshop die St. Pöltner Klimagespräche gestartet.

Fotoreihe und Screenshots

Fotocredit für Screenshots: Silvia Udwary